
In diesem Bericht testen wir die Gardena 4700/2 Inox Automatic (Art. 1766). Wir haben die Regenfasspumpe über mehrere Wochen in verschiedenen Gartenumgebungen auf Herz und Nieren geprüft: vom klassischen 300-Liter-Regenfass bis hin zum vergrabenen 3000-Liter-Zisternensystem. Unser Ziel war es, herauszufinden, ob die versprochenen technischen Daten der harten Realität im Garten standhalten können.
Lieferumfang
Wenn du den Karton der Gardena Tauchpumpe 4700/2 Inox Automatic öffnest, fällt sofort auf, dass der Markenhersteller auf eine möglichst umweltfreundliche Verpackung setzt. Wir entnehmen dem Paket:
Löblich: Die Verpackung kommt fast ohne Plastik aus, was den ökologischen Anspruch der Marke unterstreicht.
Ein Highlight im Lieferumfang ist das patentierte Teleskoprohr. Es besteht aus hochwertigem Aluminium und lässt sich per Schiebe-Mechanismus zwischen 380 mm und 550 mm Länge justieren.
Am oberen Ende befindet sich ein integriertes Absperr- und Regulierventil mit Standard-Anschluss für das Gardena Stecksystem. Wir haben in unserem Praxistest festgestellt, dass diese Konstruktion extrem praktisch ist, da du die Regenfasspumpe einfach am Rand der Tonne einhängen kannst, ohne dass der Schlauch knickt (und damit die Fördermenge beeinträchtigt).

Technisch gesehen ist alles für den sofortigen Einsatz vorhanden. Du musst lediglich das Teleskoprohr auf den 1-Zoll-Edelstahlauslass der Pumpe schrauben. Achte dabei darauf, dass die beiliegende Flachdichtung richtig sitzt, um Druckverluste zu vermeiden.

„Technisch gesehen ist alles für den sofortigen Einsatz vorhanden. Du musst lediglich das Teleskoprohr auf den 1-Zoll-Edelstahlauslass der Pumpe schrauben. Achte dabei darauf, dass die beiliegende Flachdichtung richtig sitzt, um Druckverluste zu vermeiden.“
Verarbeitung
Der erste Kontakt mit der Gardena 4700/2 Tauchpumpe hinterlässt einen Eindruck von massiver Robustheit. Das Gehäuse aus Inox-Edelstahl wirkt nicht nur optisch hochwertig, sondern schützt die inneren Komponenten effektiv vor Stößen und Korrosion. Mit einem Gewicht von 5,9 kg steht das Gerät sicher am Boden, was wir aus unseren anderen Tests als Vorteil gegenüber leichten Kunststoffpumpen schätzen gelernt haben (besonders in leeren Regenfässern).

Zudem fällt der ergonomische Griff auf: Er ist so geformt, dass du das 10 Meter lange Anschlusskabel (Typ H05 RNF) sauber aufwickeln kannst. Dies verhindert Kabelsalat beim Transport oder bei der Einwinterung.
Ein Blick unter die Haube offenbart das zweistufige Pumpenlaufwerk. Wir haben die Regenfasspumpe kurz demontiert, um die Dichtungen zu prüfen: Die keramikbeschichtete Antriebswelle und die dreifache Abdichtung mit Ölkammer sind Merkmale, die man sonst eher bei teureren Pumpen findet. Das verspricht eine lange Lebensdauer, auch wenn die Pumpe die gesamte Saison über im Wasser verbleibt.
Ein kleiner Wermutstropfen: Die Verbindungsmanschetten des Teleskoprohrs sind aus Kunststoff gefertigt. Obwohl diese in unserem Testzeitraum einwandfrei funktionierten, raten wir dazu, diese Stellen nicht zu stark zu belasten, da hier laut unserer Leser langfristig Schwachstellen liegen könnten.
Anschlüsse
In puncto Konnektivität zeigt sich die Gardena 4700/2 Inox Regenfasspumpe von ihrer besten Seite: Der Pumpenausgang verfügt über ein robustes G 1″ Außengewinde aus Edelstahl. Dank des mitgelieferten Teleskoprohrs kannst du jedoch direkt dein vorhandenes Gardena-Schlauchsystem nutzen.

Unser Praxistest im Garten hat gezeigt: Die Wahl des Schlauchs ist entscheidend für die Leistung. Wir haben Messreihen mit verschiedenen Durchmessern und einem Gardena Schlauchverbinder durchgeführt. Mit einem 13 mm (1/2″) Standardschlauch wird die Regenfasspumpe förmlich „erwürgt“, da der hohe Reibungswiderstand die Fördermenge massiv drosselt. Wir raten dir daher dringend zu einem 19 mm (3/4″) Schlauch. Hier konnten wir die volle Power der 4.700 Liter pro Stunde am besten nutzen.
Eine praktische Funktion ist der abgewinkelte Teleskop-Anschluss. Er sorgt dafür, dass das Wasser verlustarm über den Fassrand geführt wird.
Durch das Regulierventil am oberen Ende konnten wir bei unseren Testdurchläufen den Wasserfluss für empfindliche Pflanzen wie Junggemüse fein dosieren oder den Schlauch komplett abriegeln, ohne zur Steckdose laufen zu müssen. Das ist echter Komfort im Gartenalltag.
Schwimmerschalter vs. Automatik

Hier müssen wir klar zwischen dem etwas günstigeren Classic-Modell (Art. 1764) und dem Automatic-Modell (Art. 1766) unterscheiden. Wir haben für diesen Bericht die Automatic-Version getestet. Im Gegensatz zur klassischen Pumpe, die über einen externen Schwimmerschalter verfügt, ist hier ein smarter integrierter Sensor verbaut.
Die Automatik funktioniert tadellos. Sobald du die Brause am Ende deines Schlauchs drückst, sinkt der Systemdruck. Die Regenfasspumpe erkennt dies sofort und schaltet den Motor ein. Lässt du die Brause los, steigt der Druck wieder an, die Durchflusserkennung registriert den Stillstand und schaltet die Pumpe nach wenigen Sekunden ab. Toll: In unserem Garteneinsatz gab es hier keinerlei Verzögerungen.
Besonders beeindruckt hat uns das Kleinmengenprogramm. Wenn du zum Beispiel ein Micro-Drip-System für deine Balkonkästen betreibst, fließen oft nur minimale Wassermengen. Eine normale Automatikpumpe würde hier ständig ein- und ausschalten (Taktbetrieb), was den Motor schädigt. Die Gardena 4700/2 Inox Automatic hat hierfür eine spezielle Logik: Sie erlaubt Bewässerungsphasen von bis zu 60 Minuten bei geringstem Durchfluss.
Zudem verfügt sie über eine Leckageerkennung: Schaltet das Gerät ohne Wasserentnahme mehrfach kurz hintereinander ein, wird dies als Leck im Schlauch interpretiert und die Pumpe schaltet aus Sicherheitsgründen ganz ab. Das schützt dich vor unbemerkten Überschwemmungen im Garten.
Praxistest: Was leistet die Pumpe wirklich?
Jetzt wird es ernst. Wir haben die Gardena 4700/2 Inox Automatic in ein volles 300-Liter-Regenfass gestellt und die Stoppuhr aktiviert.
Szenario 1: Die schnelle Bewässerung (Fördermenge): Wir nutzen einen 20 Meter langen 19 mm Schlauch. Mit der Stoppuhr haben wir gemessen: Für das Befüllen einer 10-Liter-Gießkanne benötigt die Regenfasspumpe bei voller Öffnung lediglich ca. 8 Sekunden. Das entspricht einer realen Förderleistung von etwa 4.500 Litern pro Stunde in diesem spezifischen Aufbau: ein exzellenter Wert, der sehr nah an die Werksangabe herankommt.
Szenario 2: Drucktest mit Rasensprenger: Der Einsatz in der Zisterne beweist die Kraft der 2-stufigen Hydraulik. Wir haben einen Gardena AquaZoom Viereckregner angeschlossen und die Pumpe in 3 Meter Tiefe versenkt. Die Förderhöhe von 23 Metern (entspricht 2,3 bar) macht sich hier bemerkbar: Der Sprenger erreicht seine volle Spritzweite, als wäre er an die Hauswasserleitung angeschlossen. Selbst als wir testweise einen 50 Meter langen Schlauch verwendeten, reichte der Druck am Ende noch aus, um einen Hanggarten zuverlässig zu bewässern.
Szenario 3: Flachabsaugung und Restwasser: Wir haben das Fass fast leer gepumpt. Unser Test hat gezeigt: Die Pumpe saugt das Wasser bis auf eine Restwasserhöhe von etwa 5 mm ab, sofern sie plan auf dem Boden steht. Das ist zwar nicht „wischtrocken“, aber für eine Regenfasspumpe (die primär auf Druck ausgelegt ist) ein hervorragendes Ergebnis. Beachte jedoch: Für den Start benötigt die Pumpe einen Mindestwasserstand von etwa 60 mm, damit das System entlüften kann.
Szenario 4: Die IBC-Eignung: Dank der schlanken Bauweise von nur 149 mm Durchmesser konnten wir die Pumpe mühelos durch die obere Öffnung eines Standard-IBC-Containers führen. Für Besitzer dieser Tanks ist die Gardena 4700/2 Inox damit die erste Wahl.










