
Du möchtest eine sorgenfreie Lösung für die Bewässerung deines Gartens, die intelligent auf den Wasserbedarf reagiert und selbst aus tiefen Zisternen massiven Druck liefert? Wir haben die Gardena 6100/5 inox automatic (Art. 1773) intensiv unter die Lupe genommen. Hier erfährst du, warum dieses 1100-Watt-Kraftpaket technisch zur Oberklasse gehört und worauf du beim Einbau unbedingt achten solltest.
Lieferumfang der Gardena 6100/5 inox automatic Tauchdruckpumpe
Schon beim Auspacken wird deutlich, dass dieses Modell für die Bewältigung großer Tiefen konzipiert wurde. Im Karton findest du:
Das extra lange Seil ist in unseren Augen ein deutliches Plus gegenüber kleineren Modellen und reicht selbst für tiefere Schächte völlig aus. Unsere wichtige Erkenntnis: Nutze für das Herablassen niemals das Stromkabel, sondern ausschließlich das Seil, das an den massiven Edelstahl-Ösen am Pumpenkopf sicher fixiert wird.
Ebenfalls enthalten ist ein Anschluss-Adapter für gängige Schlauchsysteme. Doch dazu später mehr…

Verarbeitung
Haptisch setzt die Gardena 6100/5 inox automatic Tauchdruckpumpe Maßstäbe: Das Gehäuse, die Motorwelle und sogar das Anschlussgewinde bestehen aus rostfreiem Edelstahl. Das technische Herzstück ist jedoch das 7-stufige Pumpenlaufwerk. Unsere Untersuchung hat gezeigt: Durch die Verteilung der Last auf sieben hintereinandergeschaltete Turbinenstufen wird das Wasser extrem gleichmäßig beschleunigt. Das sorgt nicht nur für einen stabilen Druck von 4,7 bar, sondern auch für eine beeindruckende Vibrationsarmut und Laufruhe. Ob das letztlich im Praxistest bestätigt werden kann, erfährst du weiter unten.
Beachte auch die Bauform: Mit 149 mm Durchmesser benötigt die Pumpe ein Brunnenrohr von mindestens 150 mm Weite. Wenn du damit auf Platzprobleme stößt, können wir dir die ebenfalls getestete Gardena 6000/5 Tauchdruckpumpe empfehlen, welche nochmal 50 mm schlanker ist.

Anschlüsse
Am Kopf der Gardena Tauchdruckpumpe befindet sich ein 33,3 mm (G 1″) Innengewinde, welches ebenfalls aus Edelstahl gefertigt ist. Wir haben in der Prüfung verschiedene Schlauchweiten verglichen.
Unser Rat aus der Praxis: Schließe hier keinen dünnen 1/2-Zoll-Gartenschlauch an, da du sonst fast 40 % der Leistung durch Reibungsverluste einbüßt. Erst mit einem 1-Zoll-Schlauch (25 mm) bringt die Pumpe ihre volle Kraft an die Regner.

Abschaltautomatik
Die Gardena 6100/5 Tiefbunnenpumpe benötigt keinen außenliegenden Schwimmerschalter, da sie über eine vollintegrierte Elektronik mit Druckschalter und Durchflusssensor verfügt. Sobald du die Spritze am Schlauch öffnest, sinkt der Druck in der Leitung und der Motor startet selbsttätig. Schließt du den Wasserhahn, stoppt die Pumpe sofort.
Toll: Ein echtes Alleinstellungsmerkmal ist das Kleinstmengenprogramm. Während andere Automatikpumpen bei einer Tropfbewässerung oft einen Defekt vermuten und abschalten, erlaubt dieses Gerät einen Betrieb von bis zu 60 Minuten bei minimalster Wasserabnahme. Das integrierte Rückschlagventil sorgt zudem dafür, dass das Wasser in der Leitung bleibt und beim nächsten Start sofort zur Verfügung steht.
Gardena 6100/5 inox automatic Tauchdruckpumpe im Praxistest
Wir haben die Pumpe in einer 15 Meter tiefen Zisterne versenkt (maximale Eintauchtiefe 17 Meter). Nach dem Einstecken benötigt das Gerät etwa 60 Sekunden für die selbsttätige Entlüftung. Ein kurzer Wasserstrahl aus den Entlüftungsbohrungen unter dem Griff signalisiert die Betriebsbereitschaft.
Wir haben vier Viereckregner parallel angeschlossen. Unsere Prüfung hat bewiesen: Die Pumpe liefert an allen vier Sprengern einen kräftigen Strahl ohne spürbaren Druckabfall. Mit der Stoppuhr haben wir nachgemessen: Eine randvolle 10.000 Liter Zisterne hat die Pumpe in exakt 105 Minuten geleert. Das entspricht einer realen Förderleistung von rund 5.700 Litern pro Stunde unter Last, was sehr nah an der theoretischen Werksangabe von 6.100 Litern liegt.
Besonders beeindruckend war die Trockenlaufsicherung: Wir haben den Wasserstand absinken lassen, bis das Einlaufsieb weniger als 15 mm tief im Wasser stand. Die Durchflusskontrolle registrierte den fehlenden Nachschub sofort und schaltete den Motor ab, um Überhitzungsschäden zu vermeiden.
In unserem Prüfverfahren wollten wir wissen, ob das versprochene Kleinstmengenprogramm tatsächlich hält, was es verspricht. Viele herkömmliche Automatikpumpen haben bei der Gartenbewässerung mit geringem Durchfluss ein massives Problem: Sie erkennen die minimale Wasserabnahme (etwa bei einzelnen Tropfern) als Undichtigkeit im System und schalten nach wenigen Minuten sicherheitshalber komplett ab.

Unser Prüfaufbau: Wir haben an die Gardena 6100/5 ein Verlegesystem für eine 50 Meter lange Hecke angeschlossen. Die verbauten Tropfer geben jeweils nur etwa 1,6 bis 2 Liter Wasser pro Stunde ab. Bei einer solchen Konfiguration fällt der Leitungsdruck in der Regel unter den Einschaltdruck von 2,9 bar, woraufhin die Pumpe anspringt.
Unsere Erkenntnisse aus dem Betrieb:
- Das Erkennungsverhalten: Die integrierte Elektronik registriert den langsamen Druckabfall sofort. Das Besondere: Anstatt in den Fehlermodus zu gehen, aktiviert die Pumpe das Kleinstmengenprogramm. Mit der Stoppuhr haben wir gemessen: Die Pumpe blieb über den gesamten Zeitraum von 60 Minuten betriebsbereit, ohne dass die Tropfwasserwarnung die Bewässerung vorzeitig unterbrochen hat.
- Verschleiß und Taktung: Wir konnten beobachten, dass die Pumpe in diesem Modus zyklisch ein- und ausschaltet. Laut Herstellerangaben hat dieses kontrollierte Verhalten jedoch keinen negativen Einfluss auf die Lebensdauer des 7-stufigen Pumpenlaufwerks. In unserem Test blieb die Wärmeentwicklung am Gehäuse durch die Wasserkühlung des Motors dabei im absolut unbedenklichen Bereich.
- Die 60-Minuten-Grenze: Ein wichtiger Punkt für deine Planung ist die programmierte Zeitbegrenzung. Nach einer Stunde griff in unserem Test die Sicherheitsabschaltung. Wenn du deine Pflanzen länger am Stück tröpfchenweise versorgen willst, musst du die Bewässerung kurz vor Ablauf der 60 Minuten für mindestens 5 Minuten unterbrechen. Danach setzt sich der Timer zurück, und das System ist für die nächsten 60 Minuten startklar.
Ein wichtiger Hinweis zur Leckageerkennung: Die Kehrseite dieser hohen Sensibilität ist die eingebaute Sicherung gegen Undichtigkeiten. Wenn die Pumpe häufiger als 7 Mal innerhalb von 2 Minuten ein- und ausschaltet, wertet die Elektronik dies als ernstes Leck (z. B. ein geplatzter Schlauch oder eine tropfende Verbindung mit weniger als 6 Litern Durchfluss pro Stunde) und schaltet das Gerät zum Schutz vor Wasserschäden ganz aus. In unserem Fall war eine Schnellkupplung am Zisternenkopf nicht ganz dicht – erst nachdem wir diesen Tropfverlust behoben hatten, lief das Kleinstmengenprogramm stabil durch.










