Funktionsweise von Tauchdruckpumpen

Tauchpumpe Gardena 6000/5

Die schlanke und gedrungene Form einer Tauchdruckpumpe ist prädestiniert für den Einsatz in engen Brunnenschächten.

Tauchdruckpumpen werden immer dort eingesetzt, wo Wasser aus einer besonders tiefen Stelle gepumpt werden soll (zB. Brunnen, Zisternen oder Drainageschächte). Um das zu erreichen, verfügen sie über besondere Leistungsmerkmale. Denn im Gegensatz zu einfachen Tauchpumpen sind sie auf besonders große Leistung und überdurchschnittliche Förderhöhe konzipiert. Um diese Zusammenhänge nachzuvollziehen benötigst du ein allgemeines Grundverständnis zur Funktionsweise einer Tauchdruckpumpe, was wir in diesem Artikel gemeinsam schaffen wollen.

Tauchdruckpumpen gibt es viele am Markt. Deshalb ist es wichtig, dass du vor der Anschaffung genau überlegen solltest, für welchen Zweck sie angeschafft werden soll. Daneben ist es notwendig festzustellen, wie groß die zu pumpende Wassermenge ist, wie die erforderliche Eintauchtiefe ist, welcher Antrieb ideal ist, welche Förderhöhe notwendig ist und wie der Schlauchdurchmesser sein muss. Auch ob klares Wasser oder Schmutzwasser gefördert werden soll ist bei der Wahl der Tauchdruckpumpe von Bedeutung.

lightbulb_outlineZusammenfassung: Tauchdruckpumpen werden überall dort genutzt werden, wo Flüssigkeiten auf große Höhen gepumpt werden sollen, oder wo ein hoher Druck gebraucht wird. In den meisten Fällen handelt es sich dann dabei um Geräte für Klarwasser. Tauchdruckpumpen werden aber auch bei Abwässern eingesetzt, wenn es auf große Fördermengen ankommt. Wir haben Tauchdruckpumpen für dich getestet und geben dir Kaufempfehlungen: zu den Tests.

Funktionsweise einer Tauchdruckpumpe

isolierte Tauchdruckpumpe

Die perfekte Isolation der Tauchdruckpumpe ist das A und O. Eine saubere Verarbeitung ist daher sehr wichtig.

Die Tauchdruckpumpe ist eine fest an einem Ort eingebaute oder bewegliche Pumpe, die nach dem Kreiselprinzip funktioniert. Sie hat eine Ansaugöffnung, die das Wasser ansaugt. Dann wird es über einen Schlauch zu einem höher liegenden Ort gebracht.
Eine Tauchdruckpumpe wird im Wasser eingesetzt und ist wasserdicht, da sie sich in einem gekapselten Gehäuse befindet. Die spannungssensitiven Teile sind somit gegen die Umwelt isoliert. Der Elektromotor treibt über eine Antriebsachse ein Schaufelrad im wasserführenden Teil an. Mit dem Schaufelrad wird Wasser angesaugt und weiter transportiert. Normale Entwässerungs- und Klarwassertauchpumpen bauen nur geringen Druck auf und dienen eher dazu, große Mengen Wasser zu bewegen. Tauchdruckpumpen dagegen erzeugen genügend Druck zur Bewässerung oder zum Pumpen in größere Höhen, zum Beispiel obere Stockwerke. Oder aber um Wasser aus tiefen Brunnen oder Zisternen zu befördern.

So arbeitet eine Tauchdruckpumpe

Die Tauchdruckpumpe wird in die Flüssigkeit getaucht und durch elektrischen Strom in Betrieb gesetzt. Neben der elektrisch betriebenen Version gibt es die Tauchdruckpumpe auch in der hydraulischen Variante. Sie ist leichter, da der Motor wegfällt – dafür hat sie eine Hydraulikpumpe. Der Trockenlaufschutz oder die Flüssigkeitsregulierung der Pumpen werden durch Schwimmschalter gewährleistet. Einfache Tauchdruckpumpen wie die von uns getestete Gardena 6000/5 zeichnet eine Förderleistung von 6.000 Litern pro Minute aus. Profimodelle (zB. von der Feuerwehr oder dem THW) schaffen deutlich mehr.

Die Kreiselpumpe, die der Tauchdruckpumpe zugrunde liegt, ist eine Strömungsmaschine, die die Zentrifugalkraft benutzt, damit Flüssigkeiten befördert werden. Die zu fördernde Flüssigkeiten wird über ein Saugrohr in die Kreiselpumpe geleitet. Hier greift ein rotierendes Pumpenrad auf die Flüssigkeit zu und trägt sie auf einer Spiralbahn nach außen. Die Radialgeschwindigkeit der Flüssigkeit nimmt nach außen hin ab und die Azimutalgeschwindigkeit nimmt zu. Das Ergebnis ist, dass der nach außen steigende Druck, der in der Pumpe entsteht, die Flüssigkeit in das Druckrohr fördert.

Tauchdruckpumpen für Klar- oder Schmutzwasser

Hauswasserwerk Druckschalter

Mit einem Hauswasserwerk zusammen ergeben Tauchdruckpumpen eine effektive Lösung um Wasser kostensparend aufzubereiten.

Tauchdruckpumpen werden zum einen für Klarwasser in Brunnen, Zisternen und Tanks eingesetzt. Das geförderte Wasser fließt entweder zur Aufbereitung durch ein Hauswasserwerk und wird als Brauchwasser im Haus genutzt oder dient beispielsweise zur Gartenbewässerung. Klarwasser Tauchdruckpumpen werden aber auch für das Abpumpen des Wasser aus einem Swimmingpools eingesetzt.
Für den Einsatz in engen Brunnen oder Zisternen finden besonders schmale Tauchdruckpumpen Verwendung. Sie haben häufig auch einen Schwimmschalter, um das Trockenlaufen zu verhindern, oder einen vorgegebenen Mindestwasserstand im Brunnen oder in der Zisterne nicht zu unterschreiten.

Schmutzwasser-Tauchdruckpumpe

Eine Schmutzwasser-Tauchdruckpumpe eignet sich gut für Sickergruben und Baustellen

Mobile Tauchpumpen werden auch als Schmutzwasserpumpen dort eingesetzt, wo Wasser schnell abgepumpt werden muss. Das kann bei Überschwemmungen durch Hochwasser, einem Rohrbruch oder beim Eintritt von Grundwasser im Haus der Fall sein. Typisch sind überschwemmte Keller. Aber auch beim Auspumpen von Gartenteichen, Feuchtbiotopen, Sickerschächte oder überschwemmten Baugruben werden Schmutzwasserpumpen eingesetzt. Schmutzwasserpumpen sind umempfindlich gegen Verunreinigungen, sind aber nicht in der Lage das Wasser vollständig zu entfernen. Klarwasserpumpen hingegen entfernen das Wasser bis auf einige Milimeter. Weitere Unterschiede zwischen Klar- und Schmutzwassertauchpumpen haben wir dir in einem Extra-Artikel zusammengefasst.

lightbulb_outlineEmpfehlungen für gute Tauchdruckpumpen: Nach der ganzen Theorie nun Butter bei die Fische. Welche Tauchdruckpumpe ist denn geeignet für dein Projekt? Wir haben verschiedene Modelle für dich in unseren Brunnenschächten, Zisternen und Sickergruben genau und ausführlich getestet und geben dir konkrete Kaufempfehlungen: zu den Tests.